An(ge-)dacht

  „Fünf sind geladen, Zehn sind gekommen. Gieß Wasser zur Suppe, heiß´ Alle Willkommen!“ Das ist zum Schmunzeln, nicht wahr? Aber nur bis Sie selber da durch müssen. Da kann Ihnen das Blut in den Adern gefrieren. Wie meine ich das? Für den Abschluss der Kinderfreizeit am 13. Mai haben wir Grillgut im XXL-Format gekauft. „Zehn“ waren geladen: Gemeinde, Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister, Onkels und Tanten. Der Gottesdienst war gut besucht, doch danach gingen viele weg. Es sind eben nur „Fünf“ gekommen! Wir blieben auf Würsten, Fleisch, Gemüse, Grillkäse und den Kosten sitzen und Freizeitkassen sind nicht gerade üppig. Doch dann passierte es: da kam ein „Engel“, der uns diese Sachen für ein Sommerfest abgekauft hat. Nichts wurde schlecht und die Kasse stimmte auch. Dazu war die Stimmung klasse und die Begegnungen im kleineren Kreis familiär und herzlich. Unser Monatsspruch lehnt sich an den Besuch dreier Männer bei Abraham und Sara aus der Bibel an. Gemäß orientalischer Gastfreundschaft fuhr das antike Ehepaar ein Festmahl auf. Abraham schlachtet ein Kalb, Sara stellte alles hin, was die Küche hergab. Ein Gast erklärt feierlich, dass sie Eltern werden. Ach was? Sie müssen wissen, dass beide fast 100 Jahre alt waren. Reich an Jahren, arm an Glauben. Sara musste lachen. Wie soll ich denn noch ein Kind kriegen? Ein Jahr später gebar sie „Isaak“, auf Deutsch „Gelächter“. Ehrlich sind die Beiden mit diesem Namen wirklich gewesen! Sie hatten ihr Kind! Wer waren die Drei? Gott? Engel? Nachbarn? Die Identität bleibt unklar. Aber sie hatten mit ihrer Ansage recht! Achten Sie bitte auf Ihr Gegenüber, wer Ihnen gerade begegnet. Er oder Sie könnten in Gottes Auftrag kommen und für Sie ganz persönlich zu einem Engel werden. Wollen Sie diese Chance verpassen? Ich nicht! Wir wünschen Ihnen als Gemeinschaft einen schönen Sommer. Kommen Sie gerne mal zu einer unserer Veranstaltungen. Wer weiß: vielleicht begegnen Sie bei uns auch einem Engel.

Armin Bräuning